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EECP-Therapie im Spiegel der therapeutischen Möglichkeiten bei arteriellen Durchblutungsstörungen

EECP-Therapie im Spiegel der therapeutischen Möglichkeiten bei arteriellen Durchblutungsstörungen

Gefäßerkrankungen werden in der Regel erst in einem späten Stadium erkannt und therapiert. Natürlich kommen dann die therapeutischen Modalitäten der Intensivmedizin (Koronarintervention, Bypassoperation, Gefäßoperation, carotis TEA, usw.) bevorzugt zum Einsatz. Man behandelt also chronische Erkrankungen, die uns ein Leben lang begleiten, mit den Mitteln der Intensivmedizin. Häufig handelt es sich dann um kurzfristige Erfolge. Ärzte für Naturheilkunde werfen der Schulmedizin zu recht vor, dass angesichts der vielen chronischen Krankheiten, unter denen unsere Gesellschaft leidet, zugewartet wird oder auch selektiv beobachtet wird, bis aus einem Langzeitproblem ein Akutproblem geworden ist, das dann mit den Mitteln der Intensivmedizin behandelt werden kann.

Die EECP-Therapie ist häufig zum Einsatz gekommen, wenn Dilatationen und chirurgische Eingriffe nicht oder nicht mehr anwendbar waren. In Zukunft ist vorstellbar, dass die EECP-Therapie im Rahmen eines nicht invasiven Behandlungskonzeptes von Gefäßerkrankungen gleichberechtigt neben den interventionellen Möglichkeiten steht. In fernerer Zukunft wird man möglicherweise auf Operation und Dilatation erst dann zurückkommen, wenn das nicht invasive Therapiekonzept erkennbar fehlgeschlagen ist oder sich unter dieser schonenden Therapie der Zustand des Patienten so verschlechtert, dass ein chirurgischer Eingriff nicht zu umgehen ist.

Die EECP-Therapie wird als experimentelle Therapie von der Schulmedizin gebrandmarkt und nicht empfohlen. Man wartet auf das Ergebnis kontrollierter Studien. Sollen die betroffenen Patienten ebenfalls warten, Herzinfarkte erleiden, Schlaganfälle oder Beinamputationen ?

7 Responses to EECP-Therapie im Spiegel der therapeutischen Möglichkeiten bei arteriellen Durchblutungsstörungen

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Ruffmann,
    liebes Praxisteam,
    bin 55 Jahre alt, erlitt 4/2014 einen Myokardinfarkt, in dieser Situation Zufallsbefund: Leriche-Syndrom mit Verschluss der distalen Aorta abdominalis sowie der Arteria illaca communis bds. mit mittelgradig ausgeprägter Ausbildung von Kallateralgefäßen, Hyperlipidämie.
    Stellte mich am 23.2.2o16 bei Prof.Dr.med. Rafael Adam in Ettlingen vor. Bei gut kompensierten Kollateralkreisläufen mit kräftigem Fluss im Bereich der Oberschenkelarterien und Unterschenkelarterien beider Beine sieht er keine zwingende Notwendigkeit einer operativen Sanierung derzeit. Prof. Adam hat mir von Ihrer Praxis und der „Herzhose“ erzählt. Wäre EECP auch für mich geeignet? Könnten Sie mir diese Frage aufgrund der obigen Angaben beantworten – bevor ich einen Termin in Ihrer Praxis vereinbare? Bin Selbstzahler und habe natürlich Respekt vor den Kosten, die evtl. auf mich zukommen würden.

    Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen
    Sabine Probst

    • Sehr geehrte Liebe Frau Probst,

      Vielen Dank, dass Sie sich gemeldet haben. So wie Sie ihre Situation beschreiben, bezeichne ich das als eine generalisierte arterielle Vasosklerose mit gesichertem Befall der Beckenarterien und Beinarterien und ebenfalls Befall der Herzkranzarterien. In dieser Situation brauchen Sie einen therapeutischen Ansatz am arteriellen Gefäßsystem insgesamt. Das liefert Ihnen die EECP-Therapie. Falls Sie hoffentlich kein abdominelles Aortenaneurysma haben und keine höhergradige Aorteninsuffizienz, zur Zeit auch keine frische Thrombose und keine höhergradige Steigerung des Druckes in der Lungenschlagader, wenn also diese Kontraindikationen ausgeschlossen sind, dann kann ich wohl sagen, dass die EECP-Therapie Ihnen nutzen wird. Sie ist sozusagen wie für sie gemacht. Das will ich gerne näher erläutern, wenn wir uns sehen.

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